Gesamterneuerung der Wohnsiedlung Heumatt in Zürich-Seebach

Die Sanierung einer 1970 erbauten Wohnhausgruppe aus einem Hochhaus und zwei sechsgeschossigen Riegeln bot die Möglichkeit, neben der energetischen und bautechnischen Verbesserung aller Gebäude das Wohnungsgefüge des Hochhauses zu verändern. Der Architekt differenzierte die Wohnungen nach ihrer Lage und setzte Ausnahmen von der gleichförmigen Struktur als bereichernde, gestaltprägende Elemente ein. Im unteren Teil des Turms kombinierte er übereinander liegende Kleinwohnungen zu Maisonetten, deren Geschosse durch eigene Eingänge und Badezimmer auch als weitgehend autonome Bereiche für Eltern und Kinder nutzbar sind. Im oberen Teil des Hochhauses sind kleinere Geschosswohnungen so zusammengefasst, dass ein großzügiger, L-förmiger Wohn- und Essbereich entsteht und ein Raum mit zusätzlichem Eingang und eigenem Duschbad als »Teenagerzimmer« oder Kleinbüro dienen kann. So bietet die Siedlung ein von den üblichen Standards abweichendes Wohnungsangebot bis hin zu »Freiluftbadewannen« in einigen Wintergärten der obersten Hochhausgeschosse.

Gesamterneuerung der Wohnsiedlung Heumatt in Zürich-Seebach