Wohnhaus in Montbert

Gut 20 Kilometer südlich von Nantes taucht inmitten von Feldern und Wiesen ein zweigeschossiges, mit Wellblech bekleidetes Gebäude auf – das Wohnhaus eines jungen Landwirts und seiner Familie. Die Gestaltung basiert auf der Idee einer »bewohnten Scheune« und soll Einfachheit und Verbundenheit mit der ländlichen Umgebung zum Ausdruck bringen. Zudem beruft sich der Entwurf auf das historische Vorbild der »Longère« – ein langgezogenes Bauern- oder Fischerhaus mit einem gering geneigten Dach, einer klaren Grundrissstruktur und wenigen Öffnungen in der Fassade. Letzteres wurde allerdings nur auf der Straßenseite umgesetzt, um auch dem Wunsch des Bauherrn nach zeitgemäßem Wohnen mit fließenden Übergängen von innen nach außen nachzukommen. Da sowohl der zeitliche als auch der finanzielle Rahmen zur Umsetzung des Projektes eng gesteckt war, entschieden sich die Architekten, auf eine Konstruktion in Stahlleichtbauweise zurückzugreifen. Die bis zu 6 mm dünnen, kaltgewalzten Stahlprofile weisen viele Vorteile auf: Sie besitzen ein hervorragendes Verhältnis von Eigengewicht zu Tragfähigkeit und sind sowohl im Werk als auch auf der Baustelle rasch montierbar. In Kombination mit einem kostenbewussten Innenausbau reichte das geringe Budget aus, um auf zwei Etagen 189 m2 ansprechende Wohnfläche zu schaffen.

Wohnhaus in Montbert