Bericht: Sporthalle für Artisten in Berlin

Die Zeit der baulichen Provisorien ist vorbei. Bereits 1956 gegründet, erhielt Deutschlands einzige staatliche Schule für Artistik jetzt endlich eine eigene Ausbildungs- und Präsentationsstätte. Hier sollen angehende Artisten ihren Wagemut erproben, Leichtigkeit und Eleganz trainieren. Gefordert waren Räume mit inspirierender Atmosphäre, die Übungen in verschiedenen Höhen ermöglichen. Am Ende des Entwurfsprozesses stand das Konzept für eine integrale Halle: Sie erfüllt alle Vorgaben mittels einer durchlaufenden, funktional ausgeklügelten Wand- und Deckengestaltung. In drei Stufen staffeln sich Birkenholzpaneele, rhythmisch gegliedert durch transluzente Einschnitte aus Polycarbonatscheiben. Die orthogonal gerasterte Kleinteiligkeit korrespondiert mit den grazilen Bewegungen der Akrobaten. Dahinter liegt die tragende Bogenkonstruktion aus Holzleimbindern, die das Gebäude von außen dominiert. Eine darüber gespannte Membran aus PTFE-Glasfasergewebe sorgt zusammen mit den Einschnitten der inneren Gebäudehaut für eine gleichmäßige und blendfreie Tagesbelichtung. Der große Luftpuffer zwischen Innen- und Außenhaut wirkt regulierend auf Temperaturspitzen in Sommer und Winter. An den Stirnseiten der Fassade zeichnet sich der gestaffelte Innenraum über lasierte Holzlamellen ab. Der Zugang erfolgt über einen lang gestreckten, eingeschossigen Riegel, der sich zwischen Halle und Straße schiebt. In ihm befinden sich Umkleiden, Ballett- und Mehrzweckraum. 

Bericht: Sporthalle für Artisten in Berlin