Wohnanlage in Potsdam

Die 96 Wohnungen der Wohnanlage Pappelallee im nördlichen Innenstadtbereich Potsdams verteilen sich auf drei lang gestreckte Gebäude mit Nord-Süd-Orientierung. Die Wohnungen wurden als Pilotprojekt des Bundesbauministeriums im Rahmen des kostensparenden Bauens realisiert. Die Anlage erscheint schlicht und bescheiden und zeichnet sich durch sorgfältigen Umgang mit Materialien aus. Das Raumprogramm, das jeder Wohnung einen großen, privaten Freibereich zuordnet, wird konsequent in die Fassade überführt. Die Lochfassaden im Norden und an den Stirnseiten der Gebäuderiegel stehen im Kontrast zu den Südfassaden mit Balkonbändern und wechselnden, raumhohen Elementen aus Glas und Faserzement. Die Ausbildung der Eingänge und der Attikageschosse tritt dezent in den Hintergrund. Auch bei den Balkonen stehen gestalterische und ökonomische Aspekte im Einklang, die Ausführung ist puristisch und bezieht gerade daraus ihren besonderen Reiz. Die Balkonplatten aus wasserundurchlässigen Leichtbeton-Fertigteilen haben keinen zusätzlichen Bodenbelag. Die Entwässerungsrinnen sind bereits in Form einer Aussparung in der Betonplatte integriert, Wasserspeier ermöglichen den Verzicht auf weitere Fallrohre. Die Balkontrennwände aus Stahlrahmen mit mattiertem Glas lockern die klar gegliederte horizontale Fassade auf.

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