Die allgemeine Verfügbarkeit der Rohstoffe, eine ausreichende Tragfähigkeit und Langlebigkeit sowie die einfache Herstellung ließen Stahlbeton zum Baustoff des 20. und des angehenden 21. Jahrhunderts werden. Im Jahr 2014 wurden ungefähr 4,2 Milliarden Tonnen Zement, ca. 28 Milliarden Tonnen Gesteinskörnung und ca. 2,8 Milliarden Tonnen Wasser für die Herstellung von Beton verwendet.1 Und das ist auch schon die Kehrseite des Universalbaustoffs Beton: Kein anderer Werkstoff ist für eine größere Rohstoffentnahme und höhere CO2-Emissionen verantwortlich. Problematisch sind vor allem die riesigen Mengen an Beton, die weltweit verbaut werden. Gelänge es, durch eine neue Art des Bauens schlanker zu konstruieren, ließen sich erhebliche Einsparungen erzielen.