Mit gezielten Eingriffen und begrenztem Budget hat das Kopenhagener Büro Effekt Architects eine verlassene Industriehalle in ein ebenso widerstandsfähiges wie einladendes Zentrum für Straßensport und Jugendkultur verwandelt. Das Projekt Streetmekka in der Peripherie der jütländischen Stadt Viborg entstand in enger Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein Game. Die international agierende Organisation bietet niederschwellige Indoor-Aktivitäten für Jugendliche in sozialen Brennpunktvierteln. Als Standort dient ein Fabrikgebäude aus den 1960er-Jahren, in dem zuletzt Rotoren für Windkraftanlagen hergestellt wurden. Die Architekten waren sofort beeindruckt von den langgestreckten Produktionshallen und ihrem mächtigen Stahlbetontragwerk aus großformatigen Fertigteilen, deren rohen Charme sie unbedingt erhalten wollten. Eine große Herausforderung lag darin, die typologisch bedingte Abschottung der ehemaligen Fertigungsbereiche aufzubrechen und das äußerlich belanglose Gebäude mit seiner neuen extrovertierten Nutzung in Einklang zu bringen.