Rund eine halbe Million Ziegel ließen Níall McLaughlin Architects am Ausstellungsgebäude im Zentrum von Limerick verbauen. In der Stadt am Shannon haben Klinkerbauten eine lange Tradition - Rugby auch. JP McManus, ein Sohn der Stadt, finanzierte das 30 Millionen Euro teure Rugby-Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum vollständig und wollte es seiner Heimatstadt zum Geschenk machen. Prominent in der Haupteinkaufsstraße gelegen, sollte die International Rugby Experience als Tourismusmagnet die Innenstadt beleben und Geld in Limericks Kassen spülen. Der Bau reiht sich in eine Zeile viergeschossiger Stadthäuser ein. Mit seiner Backsteinfassade und typischen Gestaltungselementen nimmt er die georgianische Architektur des Viertels auf. Er erinnert an eine moderne Kathedrale ebenso wie an ein Rathaus oder eine Bibliothek. Während die niedrigeren Bauteile die Traufkanten der Nachbarhäuser übernehmen, ragt der 32 Meter hohe Turm über die historischen Gebäude hinaus. Davor liegt der Eingangsbereich in einem tiefen Portikus, der von einem großem Balkon überdeckt wird. Tiefe Pfeiler gliedern die Fassade vertikal. Zwischen ihnen wechseln sich geschlossene Ziegelflächen und raumhohe Verglasungen ab. Ursprünglich planten die Architekten das gesamten Gebäude mit traditionellem, handverlegtem Mauerwerk. Doch hohe Präzisionsanforderungen, ein straffer Zeitplan und die Kosten ließen sie größtenteils auf eine Fassade aus ziegelverkleideten Betonfertigteilen setzen. Sie verwendeten handgeschlagene Ziegel mit einer Vertiefung in der Mitte, dem sogenannten Frosch, die sie längs teilten.